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Camp II., John McK. und Craig A. Mauzy (Hrsg.): Die Agora von Athen
Neue Perspektiven für eine archäologische Stätte
Zaberns Bildbände zur Archäologie
Athen und seine Agora: Über 75 Jahre Forschung am Fuße der Akropolis. Die Agora von Athen gehört zu den wichtigsten archäologischen Stätten Griechenlands. Erstmals werden Bilder und Zeugnisse aus diesen 7 Jahrzehnten Forschung gezeigt.
ISBN 978-3-8053-3789-2
€ 29,90
Benedict, Helen: Die Frau des Griechen (Roman)
Hals über Kopf verliebt sich Joyce in den griechischen Matrosen Nikos und folgt ihm auf eine kleine Insel im Mittelmeer. Dort erlebt sie eine völlig andere Kultur und Mentalität: die strengen Gesetze der Dorfgemeinschaft, religiöse Passionen, das griechische Familienleben und die harte Arbeit auf dem kargen Land. Doch Joyce gefällt ihr neues Leben auf dem Hof der Schwiegereltern, und sie gewöhnt sich immer mehr an ihre neue griechische Identität. Bis die Sehnsucht nach Nikos, der sich ständig auf See befindet, immer größer wird und sie eines Tages dem Engländer Alex begegnet ...
ISBN: 3-404-14750-2
2002 - 396 Seiten
Verlag/Jahr: LÜBBE 2002
Bötig, Klaus: Tage auf Kreta Reiseimpressionen eines Reiseschriftstellers und eines Aquarellisten
Jede Landschaft prägt ihre Menschen. So auch Kreta, mit seinen Bergen, Schluchten, Tälern, Meeren. Ein Reiseschriftsteller und ein Maler waren gemeinsam auf Kreta unterwegs, um diese größte Insel Griechenlands zu ergründen. Jeder auf seine Weise.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Bild und Wort haben sich im Band Tage auf Kreta verbündet; Aquarelle des Künstlers Hans-Jürgen Gaudeck und Texte des bekannten Reisejournalisten und Griechenlandkenners Klaus Bötig . Gaudecks geschickte Pinselführung enthüllt das innere Licht, das sich dem bloßen Auge verbirgt. Die Konturen seiner Aquarelle zusammen mit den Hintergrundinformationen Bötigs zeichnen einen scharfen Umriss griechischer Gegenwart. Das Faszinierende dabei: Klaus Bötig benötigt keine 1000 Wörter, um seine Botschaft zu vermitteln. Mit aussagekräftigen Anekdoten malt er seinerseits das Porträt Kretas.
Klaus Bötig Texte
Hans-Jürgen Gaudeck Aquarelle
ISBN 978-3-9810177-8-6
Preis: 15,90€
Weitere Informationen: HSB-Verlag
Chatzis, Dimitris: Das doppelte Buch
Dimitris Chatzis, geboren 1914 in Jannina, Mitglied der Kommunistischen Partei und später der Nationalen Befreiungsfront, emigrierte 1949 nach Ungarn. Als Inhaber des Lehrstuhls für Neugriechische Literatur setzte er sich
für die Übersetzung der griechischen Literatur ein. Nach 25 Jahren im Exil kehrte Chatzis nach Griechenland zurück. Es blieben ihm nur noch 7 Jahre in seiner Heimat. Er verstarb im Jahre 1981.
„Das doppelte Buch“: „ Fünf Jahre lang habe ich jeden Tag gedacht, dass ich hier ein Fremdkörper bin. Ich lebe und lebe doch nicht. Auf der Durchreise bin ich hier – irgendwohin – wohin?“ In seinem Roman beschreibt Dimitris Chatzis den Alltag, die Gedanken und Empfindungen eines Griechen in Deutschland, der sich hier nicht zuhause fühlt. Gleichzeitig ist er sich der zunehmenden Entwurzelung aus seiner Heimat bewusst, denn auch Griechenland verändert sich, nicht nur durch die politischen Umstände. Ein faszinierendes Buch!
Romiosini Verlag, ISBN 3-923728-02-6
Dierichs, Angelika: Erotik in der Kunst Griechenlands
Erotisch-sexuelles Tun verlockt zu allen Zeiten. Bildlich deutlich dargestellt und wörtlich phantasieanregend beschrieben, mag es sogar Stimulans für die Libido sein. Exzellente Abbildungen und prägnante Texte zeigen freiwillig gewährte oder berechnend erkaufte Liebe zwischen Zärtlichkeitstausch und Geschlechtsakt - im Spannungsfeld von Gesellschaft, Religion, Alltag und Fest. Göttliches und menschliches Lieben wird lebendig wiedergegeben an Kunst- und Gebrauchsgegenständen, die mitunter dezent, mitunter aber auch drastisch belegen: Im Alten Griechenland genoss man anmutige Körperlichkeit, zärtliches Miteinander, hetero- und homosexuelle Beziehungen und zahlreiche andere Facetten erotischer Aktivität.
2008. ca. 152 Seiten mit ca. 110 überwiegend farbigen Abbildungen; Format 24 x 30 cm; geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-8053-3834-9
29,90 €
Eckhardt, Klaus: Tote trinken keinen Raki
Jakob Ostmann alias Jakovos Anatolis lebt seit 14 Jahren auf Kreta. Nach etlichen eher kargen Gelegenheitsjobs eröffnet er in Agia Galini eine Privatdetektei. Eine Dame aus Iraklion beauftragt ihn mit seinem ersten Fall. Er soll den Mord an ihrem Schwiegervater Aristidis Rousakis aufklären. Der wollte zu Lebzeiten keinen Quadratmeter seines ausgedehnten Grundbesitzes an der Südküste verkaufen. Und erst nach seinem Tod sollten die drei Söhne erben.
Kurz nachdem Jak Anatolis seine Ermittlungen aufnimmt, entgeht er nur knapp einem Mordanschlag. Und das ist nur der erste ... bis es Jak gelingt, den Fall aufzuklären, muss er noch so einiges einstecken.
Balistier Verlag
ISBN 3-9806168-8-6
Preis 12,80 Euro
Eideneier, Hans: Ärmellos in Griechenland – Griechisch-Deutsche Sprachfindigkeiten
Für alle, die Griechenland lieben, aber kein Griechisch sprechen. Für alle, die Griechenland lieben und sehr gut Griechisch sprechen. Für alle Griechen, die Deutsch verstehen. Mit diesem Buch wird dem Leser e ine unterhaltsame Betriebsanleitung für Griechenland, die griechische Sprache, ihre Etymologie und zeitlose Präsenz im Deutschen geboten. Mit profunder Sachkenntnis, seinem unvergleichlichen Humor und mit pädagogischem Geschick (ohne erhobenen Zeigefinger) entschlüsselt Hans Eideneier, Ehrenprofessor der Aristoteles Universität Thessaloniki, Sprachsituationen, macht reinen Tisch mit alten – oft trügerischen – Ansichten, interpretiert und liefert Beispiele mitten aus dem Leben, nicht nur bezüglich der Anwendung von Sprache, sondern auch zum Verständnis der Mentalität beider Völker; Beispiele, die eng mit ihrer Geschichte verbunden sind.
Mit seinen vielen kurzen Geschichten – 90 Essays, von „leicht“ (Syrtaki) bis anspruchsvoll (Beitrag zur Geschichte der griechischen Sprache) – kann dieses Buch ein unzertrennlicher Freund zur Bewältigung Ihres deutsch-griechischen Alltags werden und Ihnen Anlass zu eigenen, ähnlichen Entdeckungen beim Schritthalten mit der griechisch-deutschen Gesellschaft geben.
Die Texte werden mit alten und neuen Karikaturen des berühmten griechischen Karikaturisten Kostas Mitropulos ergänzt.
ISBN 978-3-929889-86-4
254 S. / Preis: 19,80 € / Hc.
Zentralauslieferung : UNISOLO–Buchvertrieb,
Tel: 0049-531-1216120, Fax: 1216129
E-Mail: romiosini@unisolo.de
info@griechenland-zeitung.de
Fowles, John: Der Magus
Auf der sonnenüberstrahlten griechischen Insel Phraxos erlebt der junge Nicholas Urfe ein phantastisches Abenteuer, das ihn an den Rand des Wahnsinns treibt. Er wird zur Hauptfigur eines psychologischen Experiments, das der rätselhafte Maurice Conchis, ein sechzigjähriger Anglo-Grieche, mit ihm inszeniert.
Ullstein Verlag
ISBN: 3548200753
Fraunberger, Richard: Jedes Dorf ein Königreich, Griechische Kontraste
Das Kafenion ist ihr zweites Zuhause, die Taverne ersetzt den Wellness-Urlaub und vier Quadratmeter eines Kiosks bedeuten für sie die ganze Welt - für Griechinnen und Griechen ist nichts so wichtig wie das Essen, Tanzen und Leben in Gesellschaft. Diese »Gruppenindividualisten« sind stolz auf sich und auf ihr Land. Sie schöpfen ihre Gewissheit, ein besonderes Volk zu sein, aus dem Glauben, direkte Nachkommen der antiken Philosophen und Denker zu sein. Versiert und vielschichtig entfaltet der in Griechenland lebende Autor Richard Fraunberger in seinen Reportagen das Bild eines Landes voller Gegensätze: Während manche Dörfer langsam sterben, leben viele Menschen in der Stadt und träumen von ihrem Geburtsdorf. Tief verwurzelt ist der christlich-orthodoxe Glaube ebenso wie die Skepsis gegenüber dem Staat. Neben großer Gastfreundschaft herrscht sträflicher Rassismus, beschämende Großzügigkeit neben absoluter Gleichgültigkeit. Fraunberger erzählt von den letzten Halbnomaden und ihrem harten Leben, vom beliebtesten Griechen, Karagiozi, Held des gleichnamigen Schattentheaters, und zeigt anhand der Geschichte dreier Frauen das Griechenland von damals und heute.
Verlag: Picus Verlag 2008
ISBN-13: 9783854529422
ISBN-10: 3854529422
Best.Nr.: 23326556
Gage, Nicholas: Eleni
Eleni ist eine historische Figur. Sie lebte als Bäuerin in einem griechischen Bergdorf, in einer einfachen, aber fest gefügten Gemeinschaft, in der alles Handeln stets den Männern vorbehalten blieb. Verheiratet mit einem Mann, der es vorzog, in Amerika zu leben, versuchte sie in der vergifteten Atmosphäre des Bürgerkriegs (1946-1949) ihre vier Töchter und ihren Sohn Nicholas allein großzuziehen. Als ihre halbwüchsigen Töchter von den Partisanen zwangsrekrutiert werden sollen, sinnt sie auf Flucht. Tatsächlich gelingt es ihr, die Kinder in Sicherheit zu bringen, aber sie bezahlt dafür mit dem Leben.
Über drei Jahrzehnte später schrieb der Sohn der hingerichteten Eleni Gatzoyiannis, Nicholas Gage, die Leidensgeschichte seiner Mutter mit einer Genauigkeit nieder, die weh tut, sein Buch aber zu einem eindringlichen Dokument gegen den Krieg und menschliche Grausamkeit schlechthin macht. Das Buch Eleni ist nicht nur ein Epos über das Martyrium einer Mutter, die starb, damit ich leben konnte (Gage). Es wurde eine ungewöhnlich bewegende Schilderung des Schicksals eines abgelegenen Bergdorfes im griechischen Bürgerkrieg.
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423107332
Gage, Nicholas: Elenis Kinder
In seinem Buch "Eleni" hat Nicholas Gage über seine Mutter geschrieben, die im griechischen Bürgerkrieg erschossen wurde, weil sie sich weigerte, das Versteck ihrer Kinder zu verraten. 1949 kam der neunjährige Nicholas dann mit seinen Schwestern nach Amerika, wo sich auch der Vater aufhielt, der seiner Familie während der Kriegswirren nicht hatte helfen können. Wie sich die Familie in Amerika durchgeschlagen und er es dort schließlich zum Starreporter der "New York Times" gebracht hat, erzählt Nicholas Gage nun in "Elenis Kinder".
Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN: 3423117699
Gekas, Panagiotis: Der Kirschbaum auf dem Berge
Der griechische Bürgerkrieg 1946–1949 war nach Ansicht des Historikers Apostolos Vakalopoulos „die größte griechische Tragödie nach der kleinasiatischen Katastrophe“ 1919–1921 (1204–1985/Neue griechische Geschichte 1204–1985, Verlag Vanias, Thessaloniki 1990, S. 436).
Griechenland hatte von 1940 bis 1944 gegen die deutsch-italienisch-bulgarische Besatzungsmacht einen heroischen Kampf, mit großen Opfern, geführt. Während die anderen europäischen Völker, selbst die kommunistischen, vom sinnlosen Krieg befreit, sich daran machten, das von Hitlerdeutschland verursachte Chaos zu beseitigen, entfachte die Kommunistische Partei Griechenlands einen Bürgerkrieg, der außer neuen Zerstörungen „demographische Neuordnungen“ (Vakalopoulos, a .a. O., S. 437) verursachte: Flucht, Elend, Emigration und Vertreibung.
Das Paidomazoma, die Kinderlese, die Zwangsverschickung von 28000 Kindern am Ende des griechischen Bürgerkrieges in den Ostblock, war ebenfalls eine von der Kommunistischen Partei Griechenlands organisierte Aktion. – Der Begriff „Paidomazoma“ wurde von den Konservativen – in Anlehnung an die Bezeichnung der Kinder- oder Knabenlese in Osmanischer Zeit – benutzt, die ihrerseits Tausende von Kindern in so genannte Paidoupolis beförderten, Kinderdörfern ähnlich, um sie vor den Kommunisten zu retten.
Ich gehörte zu den in die Staaten des Ostblocks rettend entfernten Kindern, die man, wenn von ihnen – ziemlich oberflächlich und teilweise herablassend – berichtet wird, auch Markos-Kinder nennt. (Markos Vafiadis war ein kommunistischer General.)
Im Zuge des Paidomazoma gelangte ich über Albanien und Ungarn nach Ostdeutschland. Im Mittelpunkt der „autobiographischen Skizzen“ stehen das unfreiwillige Verlassen meiner Heimat, die dadurch verursachte Zersplitterung der Familie und der Wechsel als elternloses Kind in eine mir anfangs fremde Welt. Mein autobiographisches Buch „Der Kirschbaum auf dem Berge“ steht als Bericht eines Zeitzeugen in der Tradition der Erzähler (fast) vergessener Zeitgeschichte. Die Skizzen werden durch Schilderungen anderer Betroffener* sowie zur Erläuterung der politischen Hintergründe durch einen historischen Abriss von Professor Hulek ergänzt.
Weitere Infos und eine Leseprobe unter http://www.panos-gekas.de/
Verlag: Gekas, Panagiotis Selbstverlag; Auflage: 1 (September 2006)
ISBN 978-3-00-019258-6
Georgallidis, Sophia: Sechzehn kleine griechische Verbrechen
Mit Texten von: Andreas Apostolidis, Titina Danelli, Neni Efthymiadi, Sergios Gagas, Athina Kakuri, Fondas Ladis, Jannis Maris, Petros Markaris, Petros Martinidis, Amanda Michalopoulou, Tolis Nikiforou, Pavlos Nirvanas, Alexandros Papadiamantis, Sakis Serefas, Filippos Filippou, Thanassis Chimonas
Mit einem Nachwort von: Filippos Filippou
Als im Jahr 2001 Griechenland Gastland auf der Internationalen Frankfurter Buchmesse war und viele AutorInnen entsandte, damit ihre Werke dem internationalen Lesepublikum vorgestellt werden, waren unter ihnen auch einige KrimiautorInnen, die mittlerweile nicht nur in Griechenland einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben.
Einige Monate später, 2002, traten die wichtigsten griechischen KrimiautorInnen als geschlossene Gruppe auf der Internationalen Leipziger Buchmesse auf – ihre Bücher wurden präsentiert und es wurde über die Geburt und Entwicklung der Kriminalliteratur in Griechenland diskutiert. Man war sich einig, dass sie, ganz dem heutigen internationalen Trend folgend, den Gesellschaftsroman abgelöst hat, da sich in ihr verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen, die sich besonders in der Hauptstadt Athen aber auch in den anderen Großstädten abspielen, widerspiegeln. Die Themenpalette ist weit gefächert: Vom klassischen Mord aus Eifersucht über die Darstellung von Verbrechen im Fernsehen, bis hin zur organisierten Kriminalität, der Korruption in der Politik und der Situation von MigrantInnen ist alles vertreten. „Die Zahl der griechischen KrimiautorInnen wächst immer mehr, Bücher von manchen unter ihnen wurden in andere Sprachen übersetzt und sie selbst stehen ihren ZunftkollegInnen in nichts nach“, bemerkt Filippos Filippou zutreffend in seinem Nachwort.
Gesammelt, übersetzt, herausgegeben von: Sophia Georgallidis
Romiosini Verlag Köln, Mai 2009, ISBN 978-3-929889-80-2
195 S. / Preis : 16,80 € / Pb .
Zentralauslieferung :UNISOLO–Buchvertieb, Gaußstr. 7
Tel: 0049-531-1216120, Fax: 1216129
E-Mail: romiosini@unisolo.de
Gilberta, Réina: Ein Kind im Ghetto von Thessaloníki
Thessaloniki 1943. Am 8. Februar werden die Nürnberger Rassengesetze von 1935 auch im besetzten Griechenland in Kraft gesetzt. Bereits am 25. Februar beginnt die Deportation von Juden in die Arbeits- und Vernichtungslager. In 18 Transporten werden mehr als 45 000 Juden verschleppt, von denen kaum 1000 zurückkehren. Eine von ihnen ist Edda, die zentrale Figur dieser authentischen Geschichte. Ihre zweijährige Tochter Réina konnte sie rechtzeitig einem katholischen Kloster anvertrauen, wo diese als Gilberta den Krieg überlebt. Jahrzehnte später, nach dem Tod der Eltern, erzählt sie der Athener Autorin Nina Nahmia die Geschichte ihrer Familie. Die arglose Zeit vor dem einschneidenden Ereignis und ihre Jugend danach mit der gezeichneten Mutter.
ISBN: 978-3940938466
Preis: 22 €
Ausführliche Infos in der Süddeutschen-Zeitung: "Deutsche Verbrechen in Griechenland"
Hautumm, Wolfgang: MeinGriechenland - Geschichten vom Mittelmeer
Wenn Sie diese Geschichten lesen, werden Sie sich in Griechenland verlieben! Sie wollen dann immer wieder dorthin fahren - damit ihre Liebe keine unglückliche sei. Wolfgang Hautumm erzählt von fröhlichen, skurrilen und nachdenklichen Begegnungen, nicht nur mit lebenden Personen, sondern auch mit Dichtern und Denkern, die ihn auf all seinen Fahrten begleitet und inspiriert haben.
Wolfgang Hautumm, 1953 in Fulda geboren, aufgewachsen in Luxemburg, lebt zurzeit in Tann/Rhön, wenn er nicht unterwegs ist. Der Weltenbummler, promovierte Archäologe, Kunsthistoriker, Studienreiseleiter, Wanderführer, Olivenölhändler, Kutschfahrer entführt den Leser in seinem Buch in sein Lieblingsland, nach Hellas. "Mein Griechenland" ist eine Liebeserklärung an dieses so unendlich vielseitige Reiseziel und seine Menschen.
ISBN 978-3-9802064-4-0
14,95 €
Henrichs, Bettina: Die Schachspielerin
Im Leben von Eleni ist eigentlich alles in bester Ordnung: Sie führt eine glückliche Ehe mit Panos, dem Besitzer der Autowerkstatt, hat zwei wohl geratene Kinder und liebt ihren Beruf als Zimmermädchen im Hotel Dionysos auf Naxos. Doch dann stößt Eleni eines Morgens bei ihrer Arbeit aus Versehen die Figur einer unbeendeten Schachpartie um. Wohin gehört die kleine Holz figur? Eleni versteht nichts vom Schach und stellt den Springer verlegen neben das Brett. In den Tagen darauf wird sie den Gedanken an das geheimnisvolle Spiel nicht mehr los, hinter dem sich für sie eine neue, ungeheuer aufregende Welt verbirgt. Aber gehört es sich für ein einfaches Zimmermädchen, das vielleicht älteste und komplizierteste Spiel der Welt zu lernen? Darf sich eine gewöhnliche Frau auf Naxos einen ungewöhnlichen Traum erfüllen?
Quelle: http://www.hoffmann-und-campe.de
"Die Schachspielerin" ist der erste Roman von Bettina Henrichs. Sie hat ihn auf Französisch geschrieben, damit ihre Familie in Paris ihn ohne Übersetzung lesen kann. In Frankreich war das Buch ein Erfolg.
Hoffman und Campe
ISBN : 3-455-03165-X
Preis: 15,95 €
Hermann, Hansgeorg: Der Rhythmus der Freiheit. Die autorisierte Theodorakis-Biographie
Mikis Theodorakis ist als Komponist weltbekannt, sein Werk eine einzigartige Erscheinung in der jüngeren Musikgeschichte. Zudem suchen Produktivität und Popularität des Komponisten ihresgleichen.Mit kraftvollen Liederzyklen und der Vertonung großer Literatur hat der Grieche als musikalischer Botschafter seiner Heimat in allen Gesellschaftsschichten Freunde und Bewunderer gefunden. Theodorakis ist aber viel mehr als ein Mann der Musik: er ist eine der tragenden Säulen der modernen griechischen und europäischen Kultur.
Hansgeorg Hermann, freier Kultur-Journalist, geboren 1948 in Stuttgart, nach dem Jura-Studium in Göttingen Arbeit als Politik-Journalist, Aufenthalte in Paris und 16 Jahre auf Kreta als Journalist und Bergführer, lebt heute in Paris, schreibt für FAZ, NZZ, Le Monde (d'Education), Merian.
ISBN 978-3355017404
19,90 €
Hildebrand, Birgit: Athen - Eine literarische Einladung
Für viele Touristen lediglich eine unübersichtliche Transitstation auf dem Weg
in den Mittelmeerurlaub, ist Athen die vielgesichtige Hauptstadt eines modernen
Griechenlands, das sich noch immer am Rand von Europa fühlt. Athen ist
älter als die meisten europäischen Großstädte und zugleich jünger. Zu entdecken
gibt es pittoreske Plätze und avantgardistische Architektur, und mitunter kommen
sich Marmor und Müll irritierend nah.
Aus vielen literarischen Miniaturen entsteht in dieser Anthologie das Bild einer
aufregenden, unentdeckten Stadt. Erzählt wird beispielsweise eine Fahrt
mit der über hundert Jahre alten S- Bahn, ein etwas einseitiger Dialog über eine
Zigarettenkippe, von willkommenen Taschendieben, das unerwartete Ende einer
Raveparty und von der geheimnisvollen Floßfahrt auf antiken, unterirdischen
Strömen.
Unter den Autoren sind: Katerina Angelaki- Rooke, Petros Markaris, Amanda
Michalopoulou, Kostas Tachtsis, Nikos Panajotopoulos, Marios Chakkas, Dimosthenis
Koutovik, Angela Dimitrakaki, Manina Zoumboulaki, Nikos Papandreou,
Michalis Fakinos und andere.
Herausgegeben von Birgit Hildebrand
und Konstantinos Kosmas
Rotes Leinen. Fadengeheftet. 144 Seiten
€ 15.90 / sFr 28.50 / € [A] 16.40
ISBN 978 3 8031 1261 3
Erscheint im Februar 2009
Hinz, Antje: Griechenland hören - Das Griechenland-Hörbuch
Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte Griechenlands von der Antike bis in die Gegenwart
Sprecher: Rolf Becker
Veröffentlichung: Mai 2009 zum 100. Geburtstag des Dichters Giannis Ritsos und zur Vertragsunterzeichnung des EU-Beitritts am 28. Mai 1979 / Unterzeichnung der Beitrittsakte (EU-Beitritt: 1981)
Künstlerisch gestaltete CD-Edition von Roswitha Rösch mit 16seitigem Beiheft, Zeittafel und zahlreichen farbigen Abbildungen.
ISBN: 978-3-940665-09-6, 1 CD. Hochwertige Sonderverpackung / SmartPac
Preis: € 24,- (inkl. Versand über den Verlag), Silberfuchs-Verlag, Hören und Wissen
Hörproben und Bestellung: www.silberfuchs-verlag.de
Höhfeld, Volker: Stadt und Landschaft Homers
Ein historisch-geografischer Führer für Troia und Umgebung
Troia ist weltbekannt - die Troas dagegen, die Landschaft rund um den legendären Schauplatz des trojanischen Krieges, weit weniger. Dieser geotouristische Reisebegleiter bietet Informationen über Kultur und Natur, fundiertes Hintergrundwissen für Freunde der Antike und für Liebhaber der modernen Türkei. In reich bebilderten Texten stellen Fachleute aus Geografie, Geologie, Botanik, Archäologie und Geschichte, allesamt engagierte Landeskenner, den Landstrich rund um die berühmten Ausgrabungsstätte vor: die bemerkenswerten historischen Stätten wie Assos oder Dardanos, die abwechslungsreiche Landschaft, das typisch westanatolische Flair - und auch Troia selbst kommt nicht zu kurz. Mit detaillierter topografisch-landeskundlicher Ausklapp-Karte im Großformat (Maßstab 1:100.000)!
ISBN 978-3-8053-4076-2
€ 34,90 [D]
Horn, Gila: Die verfluchte Aphrodite
ist das Tagebuch einer Deutschen, die mit ihrem Partner in den sechziger Jahren nach Griechenland kam - und blieb.
Von Anfang an machte sie sich Notizen über ihre Erlebnisse und Eindrücke in diesem fremden Land, in dem damals noch viel stärker als heute Traditionen und dörfliche Strukturen bestimmend waren.
Gila Horn schreibt über den Alltag in dem kleinen Dorf bei Kalamata, wo sie und ihr Mann sich schließlich ein Haus bauten. Voller Wärme und Humor berichtet sie von kleinen und großen Zwischenfällen, von schönen und tragischen Erlebnissen. Auch wenn ihr Blick auf die fremde Kultur mit den Jahren kritischer wird, verliert sie doch nie die Liebe zu dem Land und seinen Bewohnern, und ein Zurückgehen nach Deutschland kommt ihr nie in den Sinn.
2007 LYSO-Verlag, Kalamata
ISBN 978-960-930071-1
broschiert, 185 Seiten, 28 Abb.
16,80 Euro
Jenkins, Ian: Die Parthenon-Skulpturen
Mit Fotografien von Ivor Kerslake und Dudley Hubbard
Hochwertige und großformatige Aufnahmen in nie gesehenem Detailreichtum eröffnen
einen neuen Blick auf die Parthenon-Skulpturen.
Vor fast zweihundert Jahren erwarb das Britische Museum in London die Skulpturen vom
Athener Parthenon-Tempel. Von Lord Elgin im Jahre 1807 aus den Trümmern der Akropolis
geborgen, sind sie einer der größten Schätze des Museums und ziehen jährlich Millionen
von Besuchern aus der ganzen Welt an. Dieser Band zeigt diese berühmten »Elgin
Marbles«, erzählt ihre Geschichte und die der Akropolis, analysiert Szenen und Details der
Skulpturen. Neue und wunderbar detailreiche Fotografien lassen die Erregung spüren, die
die Menschen damals wie heute beim Betrachten der Parthenon-Skulpturen packt – seit
man ihnen zum ersten Mal nach über zweitausend Jahren auf Augenhöhe begegnen kann.
2008. 144 Seiten mit 125 Farb- und 30 Schwarzweißabbildungen;
Format: 25,5 x 25,5 cm; geb. mit Schutzumschlag.
ISBN: 978-3-8053-3905-6
EUR 29,90 [D] | sFr 49,90 [CH]
Jovanovic, Heidi: Griechenland erleben – Mehr als Säulen und Sonne
Reste der Antike, Dauersonnenschein und malerische Buchten ziehen Touristen aus der ganzen Welt alljährlich nach Griechenland. Nirgendwo lässt sich besser den Ursprüngen europäischer Kultur nachspüren und Sonne tanken. Aber Griechenland hat noch weit mehr zu bieten, als viele Touristen bei Ihren Reisen wahrnehmen können: Genuss für Leib und Seele, eine spannende Kultur hinter den Säulen der großen Tempel und eine liebenswerte Lebensart, die sich mit offenen Armen den Menschen entgegenstellt.
„Griechenland erleben“ setzt genau an diesem Punkt an und will den Reisenden mal auf unterhaltsame, mal auf prägnante Weise eine Vielzahl an Informationen an die Hand geben, die eine Entdeckung der vielen Facetten Griechenlands erst möglich machen. Heidi Jovanovic vermittelt ihr über Jahre gesammeltes Wissen in diesem kompakten Kulturführer und zeigt den Lesern Entdeckens-, Beachtens- und Erlebenswertes am Rande des Urlaubsweges und will dazu anregen, das eine oder andere Mal einen Pfad einzuschlagen, der nicht bereits von Touristenströmen niedergetrampelt wurde.
Unterhaltsame, zum Schmökern einladende Texte wechseln sich mit informativen und zum Nachschlagen geeigneten Teilen ab, um solches Wissen zu vermitteln, aber auch Klischees zu überwinden, den Entdeckergeist zu wecken und Lust auf ein Griechenland zu machen, das mehr beinhaltet als Säulen und Sonne, Mythen und Meer.
Preis: € 12,95 [D], € 13,30 [A], sFr. 22,90 [CH]
ISBN: 978-3-934918-34-4
Kadelbach, Urlich: Schatten ohne Mann - Die deutsche Besetzung Kretas 1941-1945
Jahr für Jahr reisen unzählige Touristen nach Kreta. Kaum einer von ihnen weiß etwas von der deutschen Besatzung und den Kriegsverbrechen auf der Insel. Viele Wunden sind vernarbt. Noch aber wirft die Trauer lange Schatten. Die herzliche Gastfreundschaft der Kreter und ihre Bereitschaft zu Vergebung und Versöhnung sollten nicht dazu verleiten, dieses dunkle Kapitel deutsch-griechischer Geschichte möglichst rasch zu überblättern. Kaum einer der Verursacher der langen Schatten hat sich zu seiner Verantwortung bekannt. Ein neues Europa aber kann nur dann aufgebaut werden, wenn auch der Untergrund erforscht und von vergiftenden Altlasten befreit wird.
Die Begegnung mit Betroffenen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte werden vom Autor durch unveröffentlichte NS-Dokumente und bundesrepublikanische Gerichtsprotokolle zu einer tagebuchartigen Textcollage verknüpft.
Jetzt auch als griechische Ausgabe:
ISBN 978-3-937108-18-6
Infos unter http://www.kreta-buch.de
Karystiani, Ioanna: Die Frauen von Andros (Roman)
Aus dem Neugriechischen von Norbert Hauser. Andros in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts: Seit alters her ist die Kykladeninsel Heimat bedeutender Reederfamilien. Die Männer beherrschen als Seefahrer die Weltmeere, und die "ewige Liebe zum Meer" zieht sie immer wieder hinaus. An Land zurück bleiben die Frauen mit ihren Erinnerungen und Sehnsüchten. Sie müssen die traditionelle Rolle der Männer übernehmen, tragen die Verantwortung für Familie und Haus – und können nur davon träumen, selbst einmal die Insel zu verlassen...
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 3518412299,
Gebunden, 293 Seiten, 20,35 EUR
Karystiani, Ioanna: Die Augen des Meeres
Dimitris Avgustis fährt seit sechzig Jahren zur See. Die Weltmeere kennt er in- und auswendig, und um seine Mannschaft zu befehligen, genügt ein strenger Blick. Das Meer hält ihn gefangen: Seit mehr als zwölf Jahren hat er kein Land mehr betreten, und trotz seines Alters weigert er sich beharrlich, das Kommando über das Schiff abzugeben. Als eines Tages seine Frau überraschend an Bord kommt, um ihren Mann nach Hause zu holen, macht sie eine bestürzende Entdeckung, die beider Leben von Grund auf verändern wird .
Ioanna Karystiani zeichnet das Porträt eines Mannes, der, hin und her gerissen zwischen Pflicht und Neigung, seinen Weg zu einer lange vernachlässigten Familie und zu einer lange verdrängten Liebe finden muß. Wie schon in ihren beiden erfolgreichen Romanen Die Frauen von Andros und Schattenhochzeit gelingt es der Autorin auch hier, die Welt der Seefahrer und ihrer an Land zurückbleibenden Frauen lebendig werden zu lassen.
22,80 €
ISBN: 978-3-518-42104-8
NEU
Erscheint: 21.09.2009
Gebunden, 309 Seiten
Kempff, Martina: Die Rebellin von Mykonos
Griechenland in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts: Die Bevölkerung rebelliert gegen die Herrschaft der Osmanen. In den Wirren des beginnenden Freiheitskampfes wird die junge Mando zur mutigen Kämpferin und stellt sich an die Spitze der Rebellen auf ihrer Heimatinsel Mykonos. Doch was sie in tiefster Seele bewegt, ist der leidenschaftliche Hass auf den unbekannten Mörder ihres Vaters und die unglückliche Liebe zu ihrem Cousin Marcus ... Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau, die für Freiheit und Liebe kämpfte.
493 Seiten
Verlag: Piper (Mai 2007)
ISBN-10: 3492249566
Lahovnik, Nicolas: Milia auf Kreta
Ein vergessenes Dorf - aus dem Dornröschenschlaf zum Öko-Tourismus
Ein Kreter mit Visionen entdeckt durch Zufall in seiner näheren Heimat in den Bergen Westkretas ein vergessenes Tal mit den Resten einer alten Siedlung. Mit viel Mut, Ausdauer und der sprichwörtlichen Zähigkeit des Kreters wagt er sich zusammen mit einigen Mitstreitern an die riesige Aufgabe der Revitalisierung der Siedlung und des Tales und schafft ein Paradies für Naturliebhaber.
Herausgegeben von Ela Magazin
Verlag : Books on Demand
ISBN : 978-3-8391-2126-9
Erschienen : 1. Aufl. 24.08.2009
9,90 Eur[D]
Markaris, Petros: Live!
Sie erinnern sich vielleicht: Petros Markaris hat uns vor gut zwei Jahren bei einer Lesung seinen zweiten Kriminalroman „Nachfalter“ vorgestellt. Die Frage, ob Kommissar Kostas Charitos weiter ermitteln wird, ließ er offen. Jetzt wissen wir es:
30 Jahre nach der Militärdiktatur steht der einstige Juntagegner Favieros auf dem Gipfel des Erfolgs. Sein Bauunternehmen floriert - die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2004 laufen auf Hochtouren. Was also bringt ihn dazu, sich vor laufender Kamera umzubringen? Kostas Charitos verfolgt die Live-Sendung mit dem Selbstmord des Bauunternehmers Favieros von zu Hause aus. Er ist noch krank geschrieben, den letzten Fall hat er nur knapp überlebt. Nach drei Wochen Krankenhaus sitzt er nun gelanweilt und miesepetrig daheim, wo seine Frau Adriani die Oberherrschaft an sich gerissen hat. Der Selbstmord von Jason Favieros holt Kostas aus seiner Lethargie. Wie kommt ein Mensch dazu, seinen Abgang so spektakulär zu inszenieren? Bald schon wird Charitos wieder aktiv. Ganz privat. Denn alle Welt soll sehen, dass man auf den alten Charitos nicht so einfach verzichten kann. Der Fall führt tief hinein ins heutige Griechenland, zu den Baustellen fürs Olympische Dorf, zu den modernen Firmen hinter Fassaden aus Glas und Stahl, zu den Reihenhäuschen der Vororte. Mit der ihm eigenen Bedächtigkeit irrt Kostas Charitos in seinem Mirafiori durch das Labyrinth des modernen Athen, unter der prallen Sonne - und dem Schatten der Vergangenheit.
Das Buch ist im Diogenes-Verlag erschienen.
Markaris, Petros: Nachtfalter
Kriminalkommissar Kostas Charitos verbringt den Sommerurlaub mit seiner Frau Adriani auf einer griechischen Insel. Dort wird bei einem Erdbeben eine männliche Leiche zutage gefördert. Der Kommissar nimmt die Untersuchung auf und kehrt samt Leiche zurück nach Athen.
Wir begleiten ihn quer durch die Stadt, bei Nachforschungen, in deren Verlauf sich der unbekannte Tote als ein in zweifelhafte Geschäfte verwickelter Aufsteiger namens Petroulias entpuppt, der mit einem weiterem Mordopfer in Verbindung stand, dem Rotlichtbaron Koustas.
Athen versinkt im Müll, Autokolonnen quälen sich durch die Stadt. Auch in seinem zweiten Kriminalroman "Nachtfalter" gelingt dem Athener Autor und Übersetzer Petros Markaris eine präzis beobachtete Studie des griechischen Alltags.
Mit sarkastisch salopper Sprache veranschaulicht er das kleinbürgerliche Milieu, in dem sich Kommissar Charitos, samt Frau und Tochter, mit seinen kleinen menschlichen Schwächen und Alltagssorgen bewegt. Ihm stellt Markaris die Welt jener gegenüber, die skrupellos auf ihren Vorteil bedacht sind.
Petros Markaris: "Es gibt keine Klassen, es gibt nur die Erfolgreichen und die Erfolglosen. Da will natürlich jeder zu den Erfolgreichen gehören. Die Erfolglosen, die will man gar nicht, die werden einfach abgeschnitten. Das ist das Drama."
Markaris betreibt keine Schwarzweißmalerei. Hinter "anonymen" Wirtschaftsverbrechen - gegen die der Einzelne letztlich machtlos ist - spürt er die menschlichen Schicksale auf, die emotionalen Verstrickungen: vielleicht in der Hoffnung, in einer Gesellschaft, die gnadenlos alles Menschliche auf dem Altar der Geldes opfert, den Blick zu schärfen für die emotionalen Katastrophen, die den Menschen zu einer Marionette seiner Begierde machen, ihn im schönen Schein des Luxus stehen lassen.
Und vielleicht reagiert Kostas Charitos nicht von ungefähr auf eine strahlende, aber herzlose Umgebung mit einer Herzkrankheit. Denn sein Interesse an der akribischen Aufklärung von Mord und Verbrechen lässt ihn auf Granit beißen bei den Verantwortlichen, die Angst haben, ihr Gesicht zu verlieren, und bringt ihn in Gefahr.
Petros Markaris: "Er hat jetzt gegen seine Ängste zu kämpfen und das finde ich spannend. Der Mann hat Ängste und Vorurteile und zwischendurch gibt es einen ganz schmalen Gang, wo er Mensch ist. Aber dieser Gang ist sehr schmal. Und das kommt daher, dass ich immer denke: Mensch sein in der heutigen Gesellschaft ist eine Ausnahme."
Markaris, Petros: Hellas Channel
Die Erzählung Hellas Channel handelt von einer Mordserie in Verbindung mit diversen Schmuggelaktivitäten zwischen Europa und dem Osten. Kommissar Kostas Charitos muss über den Mord an einem albanischen Pärchen ermitteln, der wie eine normale Abrechnung im Verbrechermilieu erscheint - bis die Sensationsreporterin, die darüber berichten will, kurz vor ihrem Fernsehauftritt ebenfalls ermordet wird. Die Ermittlungen führen Charitos in die Welt des Organ- und Kinderschmuggels: Ehemalige Kommunisten, von der Aussicht auf schnellen Gewinn angelockt, verraten skrupellos ihre früheren Ideale und nutzen das Elend ihrer Mitmenschen zu eigenen Gunsten aus. Kommissar Charitos taucht in eine düstere Welt ein; seine Ermittlungen führen auf zahlreiche,
miteinander verwobene Pisten. Der Leser folgt dem Kommissar auf seinen Irrwegen durch Athen und sieht sich anhand der genannten Figuren und Schauplätze selbst dorthin versetzt. Die Beschreibung der unteren Gesellschafts- und der Randschichten zeigen eine Welt ohne Orientierungspunkte.
Markaris, Petros: Der Großaktionär
Der neue Roman Der Grossaktionär des griechischen Autors Petros Markaris kam schon im Mai auf einen beachtenswerten 7. Platz. Im Juni hat er jetzt die Spitze erklommen. Der zwischen Terroristen und Werbefuzzis spielende Roman wurde von den 18 Krimikritikern und -kritikerinnen auf den 1. Platz gewählt.
Kommissar Kostas Charitos muss dieses Mal nicht nur einen kniffligen Fall lösen, sondern hat auch eine Menge persönliche Probleme auf dem Hals. Seine Tochter hat das Jura-Examen bestanden und möchte nun mit ihrem Freund zusammenziehen. Vorher feiert sie das bestandene Examen aber noch mit einem Urlaub , inklusive Schiffsfahrt. Und wie das Schicksal so spielt, wird ausgerechnet diese Autofähre von Terroristen gekapert. In Athen versucht sich gleichzeitig ein mörderischer Serientäter, der sich selbst "Der Mörder des Großaktionärs" nennt, an einer anderen Art des Terrors. Er tötet gezielt homosexuelle Werbemodels und fordert die sofortige Einstellung von Werbung.
Diogenes Verlag
ISBN : 3257065744
Markaris, Petros: Wiederholungstäter
Ein Leben zwischen Istanbul, Wien und Athen Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger Petros Markaris über seine Liebe zu Istanbul, seine Hassliebe zu Athen und seine besondere Beziehung zur deutschen Kultur – Bekenntnisse eines Kosmopoliten.
Hardcover Leinen,
192 Seiten
ISBN 978-3-257-06639-5
Erschienen im April 2008; 16,90 €
Markaris, Petros: Die Kinderfrau
Ein Fall für Kostas Charitos
Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger
Was in Istanbul geschah, ist nun viele Jahrzehnte her. Und doch findet die neunzigjährige Kinderfrau keine Ruhe - sie hat noch alte Rechnungen zu begleichen. Kommissar Charitos folgt ihren Spuren: Sie führen nach >Konstantinopel<, in eine Vergangenheit mit zwei Gesichtern - einem schönen und einem hässlichen. Petros Markaris präsentiert mit >Die Kinderfrau< einen Roman voll Nostalgie - sein bisher persönlichstes Buch.
Roman, Hardcover Leinen, 320 Seiten
ISBN 978-3-257-06696-8
Erscheint im April 2009
Diogenes-Verlag
Mathioudakis, Zacharias G.: Der Lyraspieler
Nicht einmal meinen Namen kann ich mehr schreiben. Die Musik von meiner Lyra kommt aber immer noch aus meinem Kopf. Tag und Nacht lassen mich meine Melodien und meine Lieder keine Ruhe finden. Um leben und überleben zu können, habe ich viele Berufe ausgeübt. Ich war Feldhüter, Maurer, Hilfsarbeiter in einer Olivenölmühle, Bauer, Gärtner, Fischer, Metzger und Viehhändler - ich war also ein Berufsnomade. Das Lyraspiel begeistert mich seit der Kindheit. Und wenn es ein Leben nach dem Leben gibt, dann möchte ich immer und überall ein Lyraspieler sein.
Michalis Rizikianakis aus Klima (Kreta), genannt Rizikianos, der Lyraspieler, erzählt seine Lebensgeschichte. Aufgeschrieben hat sie sein Neffe Zacharias G. Mathioudakis.
Sedones 14, Mähringen 2010
ISBN 978-3-937108-21-6
9,80 €
http://www.kreta-buch.de/webseite/de/reihe-sedones,269_1_0_82.5,1%26artikel%3D36
Meyer, Hermann Frank: Blutiges Edelweiß Die 1. Gebirgs-Division im Zweiten Weltkrieg
Unter den Tausenden von Veröffentlichungen über den II. Weltkrieg wird dieses Buch einen besonderen Stellenwert einnehmen: Selten wurde die Geschichte einer einzigen Wehrmachtsdivision so detailliert und akribisch nachgezeichnet. Auf der Suche nach Aufklärung über das Schicksal seines Vaters, der 1943 von Partisanen verschleppt und dann für vermisst erklärt wurde, stieß Hermann F. Meyer auf die von der 1. Gebirgs-Division verübten Kriegsverbrechen, die ihn nahezu 20 Jahre lang beschäftigen sollten. In der Traditionspflege dieser Elitetruppe, deren Erkennungszeichen das Edelweiß war, kamen Greueltaten wie die Ermordung Tausender jugoslawischer, griechischer und albanischer Zivilisten als Racheaktion nach Partisanenangriffen oder das Massaker an 2000 italienischen Kriegsgefangenen auf Kefalonia nicht vor.
Die Recherchen führten den Autor in zehn Länder und gut zwei Dutzend Archive. Er hat alle relevanten Wehrmachtsdokumente gesichtet, die Erinnerungsliteratur der Gebirgsjäger und private Tagebücher studiert, militärgeschichtliche Abhandlungenüber die Division ausgewertet, ebenso die Gerichtsakten aller nach dem Krieg eingeleiteten Ermittlungsverfahren (die sämtlich eingestellt wurden). In Griechenland und Albanien hat er mehr als 200 betroffene Dörfer aufgesucht und Hunderte Zeitzeugen befragt. Deren Schilderungen führen den Leser nicht selten an die Grenze des Erträglichen. Meyer gelingt die umfassende Darstellung der Geschichte der 1. Gebirgs-Division von den Anfängen bis zu ihrem »Nachleben« in der Bundeswehr und den aktuellen Aktivitäten des»Kameradenkreises der Gebirgstruppe«. Entstanden ist zugleich eine Biografie von Hubert Lanz, dem zeitweiligen Kommandeur der Divison.
Hermann Frank Meyer räumt auf mit dem Mythos der sauberen Gebirgstruppe und nennt die Täter beim Namen. Vor allem aber rückt er die Opfer dieser bestialischen Verbrechen ins Blickfeld.
Ch. Links Verlag, ET: 25.01.2008
800 Seiten, 194 Abbildungen,
Festeinband mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86153-447-1
34,90 Euro (D), 35,90 Euro (A), 55,50 sFr
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, KulturBrauerei, Haus S, 10435 Berlin, www.linksverlag.de
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:
Edda Fensch, Tel.: (030) 44 02 32-10, Fax: (030) 44 02 32-29, E-Mail: fensch@linksverlag.de
Michaels, Anne: Fluchtstücke
Der siebenjährige Jakob Beer, der einzige Überlebende einer jüdischen Familie, irrt - man schreibt das Jahr 1942 - allein durch die polnischen Wälder und versteckt sich in einer Ausgrabungsstätte. Dort findet ihn der griechische Archäologe Athos, der ihn rettet und nach Griechenland schmuggelt. Von ihm lernt Jakob alles: die Geologie, die Geschichte, die Dichtkunst und die Bedeutung der Liebe. Die Liebe ist für Jakob mehr als eine tiefe Verbindung zwischen zwei Menschen, sie ist in einer unendlich grausamen Welt das einzige Überlebensprinzip.
Verlag: rororo
Seiten: 317
ISBN: 3499222426
Taschenbuch
Modik, Klaus: Der kretische Gast (Roman)
Johann Martens soll auf der von den Deutschen besetzten Insel prüfen, welche Kunstgegenstände sich als Raubgut für Hitlers germanisches Museum eignen. Gemeinsam mit dem Kreter Andreas erkundet er auf einem alten Motorrad die Mittelmeerinsel und wird mehr und mehr von der griechischen Lebenskunst und nicht zuletzt auch von Andreas' Tochter Eleni angezogen. Als eine todbringende Razzia der deutschen Besatzer das Dorf von Andreas und seiner Familie bedroht, muss Johann entscheiden, auf welcher Seite er steht. Immer tiefer wird Martens in die Wirren des Partisanenkriegs verstrickt. Während sich alte Gewissheiten auflösen, geraten sein Leben und seine Liebe in größere Gefahr denn je zuvor...
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 3821809299,
Gebunden, 457 Seiten, 24,90 EUR
Navarin, Rafael: Tiefe Schatten des Olivenbaums (Kriminalroman)
Die griechische Kommissarin Phaní Papadea wird wegen eines Todesfalls bei Kalamata im Süden Griechenlands aus Athen angefordert. Bei dem Fall handelt es sich um einen Toten, der auf der Baustelle eines Ferienhauses für ein deutsches Ehepaar gefunden wurde. Nach und nach dringt Phaní in die Welt der Ausländer ein, die in Griechenland bauen, und lernt beide Seiten kennen, die der Neulinge, die sich einen Traum erfüllen wollen, und die derjenigen, die Unwissenheit und Blauäugigkeit ersterer skrupellos ausnutzen. Der Fall erweist sich als zäher, als Phaní gehofft hatte, und bald stellt nicht nur die Hitze des Hochsommers ihre Geduld auf eine harte Probe, sondern auch die Verstocktheit der Beteiligten bringt sie fast zur Verzweiflung. Alle möglichen Motive für den Mord lösen sich in Luft auf. Zudem tauchen noch Gespenster aus der eigenen Vergangenheit auf, denen sich Phaní lieber nicht stellen möchte. Sie will nur eins: wieder heim nach Athen! Doch dann zwingen sie neue Ereignisse, den Fall von einer ganz anderen Seite aufzurollen.
Kokkinias ISBN 978-3-033-01511-1
317 Seiten, Broschiert, 15,80 Euro (D, A), 25,00 CHF (CH)
Erfahren Sie mehr/ oder bestellen Sie direkt bei http://phani.kokkinias.com oder unter www.amazon.de
Papadiamandis, Alexandros: Die Mörderin
Der Roman handelt von einer Mörderin, die im 19. Jahrhundert auf der Insel Skiathos lebt. Rückblickend auf ihr Leben, begreift Hadoula, dass sie nichts anderes getan hat, als anderen zu dienen. Ein Schicksal, das sie den neugeboreren Mädchen ersparen will. Grausam protestiert sie gegen die Chancenlosigkeit eines Frauenlebens.
Die Mörderin zählt zu den Meisterwerken der griechischen Literatur
Suhrkamp Taschenbuch 1995
ISBN 3-518-38991-2
Papanastasiou, Kostas: Gedichte
Wie viele
Wie viele Gedichte soll ich schreiben, bis eine Träne fließt?
Wie viele Gedichte soll ich schreiben, damit ein Kind dem Hungertod entrinnt?
Der in Berlin lebende Schauspieler, Gastwirt, Sänger und Poet - Kostas Papanastasiou ist Kult - nicht erst seit der ARD Fernsehserie "Lindenstraße" oder dem Spielfilm von Bernhard Wicki "Die Eroberung der Zitadelle". Seine Gedichte, die jetzt in einem Buch erscheinen, sind etwas ganz Besonderes. Sie gehen unter die Haut.
Das Buch hat eine Größe von 13 x 13cm, Hardcover schwarzes Leinen, Lesebändchen mit Omega-Zeichen, Schutzumschlag, 14 s/w Fotos.
Preis 13 €
ISBN: 978-3-939385-03-5, beim Verlag Heidi Ramlow zu beziehen
Tel. 030-88728980 Fax 030-88728981
Prof. Richter, Heinz A.: Geschichte der Insel Zypern
Die vorliegende Geschichte Zyperns beschreibt die Entwicklung Zyperns von 1878 bis 1949. Im ersten Teil geht der Autor der Frage nach, warum die Briten Zypern wollten und wie sie seinen Besitz auf dem Berliner Kongress gegen eine Art ‘Leasing-Gebühr’ erreichten. Nach einem Rückblick auf die spätosmanische Verwaltung der Insel werden im vierten Kapitel die Veränderungen beschrieben, die die Briten bis 1914 vornahmen. Beim Kriegseintritt des Osmanischen Reiches auf der Seite der Mittelmächte im Herbst 1914 annektierte London Zypern ganz einfach.
Im Ersten Weltkrieg war die Insel ein Schacherobjekt zwischen Grossbritannien und Griechenland. Schon vor dem Ersten Weltkrieg versuchte Marineminister Churchill, Zypern gegen eine griechische Insel in der Adria zu tauschen, um zu einem strategischen Stützpunkt gegen die österreichisch-ungarische Marine in der Adria zu gewinnen. 1915 bot London Zypern der griechischen Regierung an, vorausgesetzt Griechenland trete sofort auf der Seite der Entente in den Krieg ein und unterstütze die hart bedrängten Serben. Die pro-deutsche Regierung unter König Konstantin lehnte dies jedoch ab. In zwei weiteren Kapiteln werden die Auswirkungen der Friedensverhandlungen von Paris und des griechisch-türkischen Krieges beschrieben.
1923 wurde Zypern schließlich Kronkolonie. Der Zeit zwischen 1923 und 1931 sind sechs Kapitel gewidmet. Im ersten wird die trostlose Situation Zyperns nach fast fünfzig Jahren britischer Herrschaft beschrieben. Die folgenden befassen sich mit den erfolgreichen Reformen von Gouverneur Storrs, die in der Katastrophe von 1931 (Oktovriana) endeten. Die anschließenden drei Kapitel beschäftigen sich mit den Folgen der Unruhen von 1931 und der sog. Palmerokratia, der diktatorischen Herrschaft bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Der Zeit des Zweiten Weltkrieges sind zwei weitere Kapitel gewidmet; im ersten werden die militärischen Aspekte bis 1942 beschrieben und im zweiten die danach beginnenden vorsichtigen Reformen.
Der Nachkriegszeit sind drei Kapitel gewidmet. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der unmittelbaren Zeit nach dem Krieg 1945-1947 und zeigt welche frustrierenden Erfahrungen die Zyprioten machen mußten, die auf eine Besserung ihrer Lage als Belohnung für ihren Kriegseinsatz gehofft hatten. Der Verfassungsentwurf und die Consultative Assembly von 1948 sind das Thema des vorletzten Kapitels. Das Schlußkapitel analysiert die Entwicklung bis 1949.
Die Darstellung ist breit angelegt und lässt keinen Aspekt der zypriotischen Geschichte unberücksichtigt. Sie bildet zugleich eine Zusammenfassung der internationalen Zypernforschung in griechischer, englischer, französischer und deutscher Sprache der letzten fünf Jahrzehnte.
Weitere ausführliche Literatur zur Geschichte Zyperns finden Sie unter http://www.rutzen-verlag.de/index-zypern.html
(2004) 560 Seiten
ISBN 3-933925-64-9
€ 42.50
Die griechische Ausgabe ist beim Athener Estia-Verlag erschienen
Reiseführer, Lonly Planet: Kreta (deutsche Ausgabe)
Der Lonely Planet Kreta ist die erste deutschsprachige Ausgabe der beliebten Individualreiseführerreihe. Lonely Planets Verlagsphilosophie: zuverlässige Informationen, recherchiert von Autoren, die ihre Meinung nicht zurückhalten. Das englische Original wurde übersetzt und mit deutschen Hinweisen wie z.B. bei Internetadressen, Literaturempfehlungen oder Adressen der Botschaften ergänzt. Enthalten sind reisepraktische Informationen für jedes Budget, Sehenswertes, Highlights, empfehlenswerte Reiserouten, ein Überblick zum Thema Geschichte und Kultur, Infos zu Natur und Umwelt, Outdooraktivitäten, Essen und Trinken sowie zur Gesundheit. Der regionale Teil ist in 4 Kapitel unterteilt: Chania, Rethymnon, Iraklion und Lassithi. Ein kleiner Sprachführer und Übersichtskarten sind vor Ort hilfreich. Der größte Unterschied zu den klassischen Reiseführern ist eindeutig die lockere Sprache. Auch Tipps zum Arbeiten auf Kreta haben in das Buch gefunden. Das Buch inspiriert dazu, die Insel und sich selbst neu zu entdecken und Teil der großen Lonely Planet-Community zu werden.
Titel : Kreta, Verlag: Lonely Planet
ISBN: 3-8297-1556-0
Preis : 14.95 EUR
Reiseführer, Marco Polo: Kreta
Wenn ein Preis für besonders fundierte Griechenland-Kenntnisse zu vergeben wäre, stände Klaus Bötig auf dem Treppchen. Mehr als 70 (in Worten: siebzig) Bücher hat er mittlerweile über Hellas veröffentlicht oder mitbetreut. Angesichts dieses enormen Know-hows darf man vom Marco-Polo-Band Kreta einiges erwarten. Schließlich zeichnet Bötig auch hierfür verantwortlich.
Wahrscheinlich stellt es für den kompetenten Autor eine Schwierigkeit dar, die vielen Erfahrungen und Hintergrundinfos in dem engen Korsett der handlichen Marco-Polo-Guides unterzubringen. Denn statt umfassenden Essays hat sich die Reihe den schnell auffindbaren und kurzen Insider-Infos verschrieben. Wer also ausschweifende Ausflüge in die griechische Mythologie erwartet, liegt hier weniger richtig. Mit Detailplänen des Palastes von Festós und Knossos sind die Grenzen bereits erreicht.
Im Vordergrund stehen vielmehr neuzeitliche und pragmatische Aspekte, die gewohnt gut recherchiert auch gegeben werden. In dem in allen Marco-Polo-Bänden neu eingeführten Kapitel "Mit Kindern reisen" finden sich zudem Anregungen für Abenteuerfahrten auf unbewohnte Nachbarinseln, beliebte Spaßbäder oder geführte Maultier-Touren.
Wer sich schneller fortbewegen möchte, zum Beispiel per Automobil, wird den detaillierten Reiseatlas im Anhang schätzen. Er macht fast ein Fünftel des Buches aus! Aber auch Mountainbikern, Paraglidern oder Höhlenwanderern wird auf farbigen Extraseiten der Weg gewiesen. Kommt man von selbigen dennoch ab, hilft der mehrseitige Sprachführer, sich mit Einheimischen abseits der Touristenhochburgen behelfsmäßig zu verständigen. Bis zum nächsten im Marco Polo beschriebenen Ort wird man es schon schaffen. Denn weit ist dieser sicher nicht entfernt.
Röttger, Evelyn: Deutsch als Fremdsprache in Griechenland
Interkulturalität und Mehrsprachigkeit gehören in der bildungspolitischen Debatte der EU seit Jahren zu den gängigen Schlagwörtern. Gleichwohl ist sehr wenig darüber bekannt, wie im Sprachunterricht der europäischen Länder auf interkulturelle Begegnungen vorbereitet wird. Am Beispiel des Deutsch-als-Fremdsprache-Unterrichts in Griechenland wird in der vorliegenden Untersuchung gezeigt, auf welche Bedingungen das Konzept des interkulturellen Lernens in Griechenland trifft, welche Grenzen ihm gesetzt sind und welche Möglichkeiten vorhanden sind, interkulturelles Lernen in die Praxis umzusetzen.
Weitere Informationen gibt es beim Kovac-Verlag: http://www.verlagdrkovac.de/3-8300-1649-2.htm
LINGUA - Fremdsprachenunterricht in Forschung und Praxis, Bd. 1
Hamburg 2004, 390 Seiten
ISBN-13: 978-3-8300-1649-6
ISBN-10: 3-8300-1649-2
Schminck-Gustavus, Christoph U.: Winter in Griechenland
Krieg - Besatzung - Shoah 1940-1944 Winter in Griechenland
Griechenland unter deutscher Besatzung: Zeitzeugenberichte, Quellen und Dokumente und die Verstrickung eines Bremer Gestapobeamten in das Mordprogramm an den Juden.
Über individuelle Schicksale in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs ist in Deutschland nur wenig bekannt. Ende der 1980er Jahre machte sich der Bremer Rechtshistoriker Christoph U. Schminck-Gustavus in abgelegene Dörfer im nordgriechichen Epirus auf, um Zeitzeugen aufzuspüren und zur Deutschen Besatzung, zu Widerstand und zur Deportation der Juden zu befragen. Diese Zeugenberichte hat er behutsam zusammengefügt und durch archivalische Quellen und Dokumente, wie Auszüge aus Kriegstagebüchern der beteiligten Wehrmachtsverbände und historische Fotos, ergänzt. So entsteht ein dichtes und differenziertes Bild des sich auf die Deportation der Juden zuspitzenden Grauens, die im deutschen Besatzungsgebiet zum Teil erst kurz vor dem endgültigen Rückzug der Wehrmacht aus Griechenland erfolgte.
Das Buch endet mit der Untersuchung eines umfangreichen Aktenbestandes aus dem Bremer Staatsarchiv, da ein Bremer Gestapobeamter am Mordprogramm in Griechenland beteiligt gewesen war. Die Ermittlungen der Bremer Staatsanwaltschaft, die erschütternde Zeugnisse ans Licht gebracht hatten, wurden im Jahre 1970 unter Berufung auf höchstrichterliche Rechtsprechung eingestellt und die strafrechtliche Verfolgung der Täter aufgehoben.
344 Seiten mit 95 Abbildungen
Preis: € 29,90 - zzgl. Versandkosten
ISBN-10: 3-8353-0591-3
ISBN-13: 978-3-8353-0591-5
Schofield, Louise: Mykene - Geschichte und Mythos
Aus dem Englischen von Dieter Prankel.
Seit den Ausgrabungen Heinrich Schliemanns ist der Name Mykene aufs engste verbunden mit dem Mythos des sagenumwobenen Königs Agamemnon, der die Griechen in den Trojanischen Krieg führte.
Schliemann fand 1876 reich ausgestattete Grabanlagen, unter anderem den berühmten Goldschatz mit der sog. »Goldmaske des Agamemnon«. Waren die Mauern Mykenes mit dem berühmten Löwentor wirklich die Burg des legendären Herrschers? Auf der Basis neuester Forschungen gibt dieser reich illustrierte Band einen faszinierenden Überblick über Mythos und Wirklichkeit der mykenischen Zivilisation, die jahrhundertelang die Peloponnes beherrschte und schließlich dramatisch unterging.
2009; Deutsch; 212 S. mit 65 Farbabb. und 56 s w Abb.;
Format: 16,5 x 24 cm; geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-8053-3943-8
29,90 €
http://www.zabern.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=3943&verlag=5
Schollmeyer, Patrick: Das antike Zypern - Aphrodites Insel zwischen Orient und Okzident
Zypern hatte schon viele Herren. Heute von Griechenland und der Türkei beansprucht, herrschten im Altertum Ägypter, Phönizier, Perser und Römer über die Insel. Der Bildband „Das antike Zypern“ aus dem Verlag Philipp von Zabern präsentiert die Zeugnisse, die die antiken Kulturen auf der Sonneninsel hinterlassen haben: Überreste von Städten und Palästen, Grabanlagen und prachtvolle Kunstwerke wie Statuen, Schmuck und Mosaiken. Sie zeugen vom materiellen Wohlstand der Eliten und ihren weitreichenden Kontakten. Antike-Spezialist Dr. Patrick Schollmeyer vermittelt ein um-fassendes Bild der kulturellen und geschichtlichen Ent-wicklung Zyperns von der frühen Antike bis ins Mittelalter – natürlich alles auf der Basis neuester Forschungsergebnisse. Prachtvolle Farbaufnahmen zeigen die wichtigsten archäologischen Zeugnisse. Eine spannende Reise in die Vergangenheit der faszinierenden Mittelmeerinsel.
Dr. Patrick Schollmeyer ist Mitarbeiter am Archäologischen Institut der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und forscht u. a. über das archaische Zypern. Außerdem hat er an archäologischen Grabungen in Israel und in der Türkei teilgenommen. Zuletzt erschien von ihm bei Philipp von Zabern der Band „Römische Tempel“ (2008).
Patrick Schollmeyer: Das antike Zypern
Aphrodites Insel zwischen Orient und Okzident
Verlag Philipp von Zabern
€ 24,90 (D) / sFr 44,00
ISBN 978-3-8053-3831-8
Schulz, Klaus: Das Ouzo-Orakel (Roman)
"Das Ouzo-Orakel" ist der dritte Teil einer satirischen Romantrilogie von Frank Schulz, einem Sprachvirtuosen, der damit einen unverwechselbaren Sound geschaffen hat.
Nach einem langen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik entsagt Bodo Morten 1996 dem Alkohol ebenso wie den "Linksknöpfern", wandert aus und zieht sich in eine "Philosophenklitsche" bei dem griechischen Dorf Kouphala zurück, wo er seine Tage nach einem Stundenplan einteilt und maßvoll lebt - bis im Sommer 2000 unerwartet seine Jugendliebe Monika auftaucht. Bodo verliebt sich erneut in Monika, und weil er deshalb um seinen Seelenfrieden fürchtet, sucht er Rat beim Ouzo-Orakel ...
Eichborn Verlag, Frankfurt/M 2006
ISBN 3-8218-9729-6, 545 Seiten
Preis: 24.50 €
"Ein Roman voller Leben und Leere, voll asketischer Trolle, Linksknöpfer, Homer, Dalaras und Ouzo." (aus dem Pressematerial des Eichborn-Verlags)
Seifert, Martina: Aphrodite - Herrin des Krieges, Göttin der Liebe
Aphrodite – wer kennt sie nicht, die griechische Göttin? Als Göttin der Liebe und der Schönheit nahm sie eine Schlüsselrolle im Trojanischen Krieg ein; als Göttin in Waffen besaß sie aber auch selbst kriegerische Charakterzüge. Begeben Sie sich mit uns auf die Reise zu den Ursprüngen des Aphrodite-Kults und lassen Sie sich mitreißen von einer der bekanntesten und interessantesten mythischen Frauengestalten der Antike!
In den interessanten Einzeldarstellungen über tugendhafte Ehefrauen, Tempelprostitution, Gender oder die Macht des Weiblichen erweist sich Aphrodite nicht nur als immer noch populäre Gestalt der Mythologie, sondern zugleich als Beispiel für den kulturellen Austausch zwischen Ost und West.
ISBN: 978-3-8053-3942-1
€ 29,90 [D] / sFr 49,90 [CH]
www.zabern.de/controller.php?cmd=detail&titelnummer=3942&verlag=5
Sotiropoulos, Ersi: Bittere Orangen
Natürlich war die Liebe schon immer einer der Schwerpunkte allen menschlichen Schreibens, und doch kann dieses Thema in seiner Vielfalt jedes Mal aufs neue Spannung und Neugier entfachen, wenn ein inneres Feuer und ein unbestechlicher Blick für das Wesentliche dahinter stecken.
Die griechische Autorin Ersi Sotiropoulos verfügt über beide Gaben. In ihrem Roman erzählt sie die im Grunde genommen einfache Geschichte der Geschwister Sid und Lia und der sie umgebenden Personen. Lia liegt mit einer schwer diagnostizierbaren Viruserkrankung im Krankenhaus, und ihr Bruder Sid versucht, ihr mit seinen geringen Mitteln die Angst vor dem Sterben zu nehmen. Ohne Nähe- res über die seltsame Krankheit zu wisse, ahnt er doch, dass sie dem Tod geweiht ist. Lia selbst zeigt in ihrem zunehmendem Verfall einen sarkastischen Humor, den sie auf sich und ihre Umwelt anwendet und der nicht zuletzt auf ihr frühes Wai- sendasein zurückzuführen ist, das auch die beiden Geschwister zusammengeschweißt hat.
Zu diesem Paar gesellen sich der Krankenpfleger Sotiris, der die Kranke dienstlich zu betreuen hat und sich ihren Unwillen zuzieht, sowie dessen Verwandschaft. Sotiris ist ein etwas schwerfälliger Einzelgänger, der wenig Kontakt zu seiner Umwelt findet und noch sehr unter dem Einfluss seiner Familie steht. Seine erotischen Versuche bewegen sich weitgehend in der Phantasie und enden, wo sie sich am lebenden Objekt betätgen wollen, in der Peinlichkeit.
Das eigentlich Berührende dieses Romans liegt nicht in der Handlung sondern in der unbestechlichen und mitreißenden Beschreibung der Figuren. Sid und Lia sind zwei lebenshungrige junge Men- schen, die sich nach einer für sie nicht benennbaren Erfüllung, das heißt, nach Leben sehnen. Während Lia ihre Sehnsucht hinter ihrem Sarkasmus und einem Kapriolen schlagenden Humor verbirgt, rettet sich Sid in einen typischen Vorstadt- "Machismo", der ihm kurzfristig Genugtuung verschafft, dessen Wirkung jedoch nie lange vorhält. Er glüht förmlich vor Lebenslust, ist jedoch innerlich an seine sterbende Schwester gekettet, ohne aber diese Verpflichtung jemals als Bürde zu empfinden oder gar auf sie Idee zu kommen, seine Schwester zu verlassen.
Deutschen Taschenbuch Verlag
ISBN: 3-423-24274-4
Stone, Tom: Meine griechische Taverne
Schon vor Jahren hat der amerikanische Autor Tom Stone sein Herz an die zauberhafte griechische Insel Patmos und ihre eigensinnigen, aber herzlichen Bewohner verloren. Daher geht sein größter Traum in Erfüllung, als er die Gelegenheit erhält, dort einen Sommer lang eine kleine Taverne zu führen. In dieser sinnenfrohen Welt genießt er das Meer, die Oliven, den Wein - und muss doch feststellen, dass auch dieses Paradies eine Schlange beherbergt ...
In seinen bittersüßen Memoiren liefert Stone einen authentischen Reisebericht jenseits aller schönfärberischen Klischees. Für alle, die Griechenland lieben und mit den Gedanken spielen einmal dort zu leben, ist dieses Buch eine wahre Quelle um hineinzutauchen in die griechische Seele. Es ist aber auch eine Ernüchterung dieses Traumes!
Außerdem gibt es eine Menge wunderbare Kochrezepte.
Strohmeyer, Arn: Faszination Kreta
Kreta – die Insel im purpur-wogenden Meer, die Homer schon preist, ist die Wiege der abendländischen Kultur. Ihre geschichtsgesättigte und mythenbeladene Erde, ihre faszinierende Kultur üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Hunderttausende von Urlaubern aus.
Allerdings beschreibt so manche aktuelle Reiseliteratur noch Zauberhaftes, das längst schon der Vergangenheit angehört. Der plötzliche Einbruch der Moderne, die Anpassungsleistungen an Europa und der Prozeß der Globalisierung haben auch Kreta dramatisch verändert. Die Insel ist heute auch ein Ort der Entzauberung geworden.
Arn Strohmeyer begleitet diese Entwicklung seit über 40 Jahren. Seine Kritik ist die Klage eines Liebenden. Nach wie vor bekennt er sich zur Faszination Kreta, der er nicht nur in den Spuren der Vergangenheit nachspürt, sondern auch in den Zumutungen der Moderne.
Impressionen von einer alten und doch jungen Insel
Sedones 12, Mähringen 2010
ISBN 978-3-937108-19-3
145 Seiten
14,80 €
Torossi, Eleni: Zauberformeln
Literarische Aufarbeitung von Kindheit, Jugend und Erwachsensein in einer doppelten Welt - als Griechin in Deutschland. Zweisprachig!
Leseprobe:
Als Kind trug ich immer kleine weiße Papierzettel mit mir herum, und noch bevor ich schreiben konnte, versuchte ich, Worte darauf zu kritzeln. Sprechen hingegen lernte ich relativ spät, und man hielt mich für maulfaul. Eigentlich war ich nicht zu faul zum Reden, ich war vielmehr enttäuscht, daß meine taube Mutter auf mein Kauderwelsch, das sie ja nicht hören konnte, überhaupt nicht reagierte. Auch Weinen und Schreien half da nichts.
Wenn ich etwas von ihr wollte, ging ich zu ihr hin und schubste sie. Die Nachbarn merkten, daß ich nach den ersten Sprechfortschritten immer stiller wurde und nur noch selten den Mund aufmachte. Deshalb verwickelten sie mich schließlich in Gespräche, um mit mir zu üben. Meine Mutter gab sich unbekümmert, wenn man sie auf dieses Problem ansprach: "Was soll's, sie wird schon irgendwann sprechen. Jeder Mensch spricht. Im Moment will sie halt nicht. Laßt sie in Ruhe!" Ich verstand das damals noch nicht, aber ich spürte, daß sie mir vertraute.
Mit dem Schreiben war es anders. Wenn meine Mutter Schwierigkeiten hatte, ein bestimmtes Wort von den Lippen zu lesen, schrieben es ihr die Leute auf ein Stück Papier. Buchstaben wurden für mich Zauberformeln. Ich konnte nicht wissen, daß man die kleinen seltsamen Zeichen erst lernen mußte. So begann ich, kleine Papiere zu sammeln und mit mir herumzutragen. Wenn sie mich nicht verstand, kritzelte ich darauf winzige Striche, Kreise, Blumen, kleine Häuser. Sie starrte erst einmal auf den Zettel, lächelte dann und nickte bestätigend mit dem Kopf, als ob sie alles verstehen würde.
Romiosini-Verlag
ISBN: 3-923728-67-0
Torossi, Eleni: Warum Tante Iphigenia mir einen Koch schenkte
Geschichten meiner griechischen Familie
Sie leben, um zu kochen: Eleanas griechische Großfamilie ist mittlerweile auf zahlreiche Länder verteilt - und aus jeder Kultur nehmen alle nur das Beste mit. Voller Erwartung hören wir Penelopi, Afroditi, Iphigenia und Ourania ihre Geschichten erzählen und schauen ihnen beim Kochen über die Schulter. Dabei wachsen sie uns mit all ihren Marotten und schrägen Ideen immer mehr ans Herz und stecken uns mit ihrer Kreativität und Unkonventionalität an: Wer würde bei so abenteuerlichen Kreationen wie Bratwurst mit süßem Zaziki oder Spaghetti mit Schokoladensauce nicht am liebsten gleich selbst draufloskochen? Mit kreativen Rezepten!
250 Seiten, mit Zeichnungen,
LangenMüller-Verlag
ISBN: 3784431968
1. Auflage Juli 2009
ca. 14,95 EUR
Unger, Heinz R.: Karneval der Götter
Der Roman spielt in Griechenland, in der Landschaft von Mani. Er berührt ein politisches Thema der Vergangenheit, nämlich die Ausschreitungen von Hitlers Schergen in einem griechischen Dorf. Auch die Sehnsucht deutscher Touristen, in Griechenland ein erfüllteres und tieferes Leben führen zu können, wird als Utopie dargestellt. Und - als eher belustigender Aspekt am Rande - auch die alten Götter scheinen mitzuspielen. Eigentlich ist alles da, was einen wirklich unterhaltsamen Roman mit einigermaßen Tiefgang ausmacht.
Der junge Takis, wahrscheinlich von Zeusvater persönlich in einer seltsamen Laune gezeugt, jedenfalls nicht der Sohn seines offiziellen Vaters Dimitris, vergeudet das Geld seiner Eltern beim angeblichen Studium in Athen, während er eigentlich auf der Suche nach dem eigentlichen Sinn seines Lebens ist. In Athen führt ihn das Schicksal mit dem Kioskbesitzer Kastaniotis zusammen, der früher versehentlich zum Mörder geworden war, nunmehr Spinner mit einer Theorie über das weltliche Leben der alten Götter. Takis hat diverse Probleme mit diversen Frauen, Kastaniotis mit diversen ehemaligen Schuldnern, also machen sich beide unter dem Druck der Verhältnisse - ohne sich gegenseitig die ganze Wahrheit zu sagen - auf, um Takis' Eltern in deren Bergdorf zu besuchen. Dort haben sich mittlerweile die jungen Deutschen Ludwig und Gisela Wagner den zweifelhaften Traum vom arkadischen Leben in einem baufälligen griechischen Häuschen verwirklicht. Der ehemals erfolgreiche, nun todkranke Doktor Wagner, Ludwigs Vater, der wegen seiner Erlebnisse als Soldat ein Griechenlandtrauma hat, macht sich zu einer letzten Reise zum Sohn auf, um eine Aussprache herbeizuführen, aus der doch nichts wird. Im Bergdorf trifft er - ohne Folgen - auf Kastaniotis, der als eines der wenigen Kinder das Massaker von Hitlers Soldaten überlebt hat. Der alte deutsche Vater stirbt ohne Versöhnung, zu einer wirklichen Begegnung zwischen den Menschen kommt es nicht, und Takis heiratet am Ende wahrscheinlich doch Iphigenia, die er unwissentlich geschwängert hat, und alles nimmt seinen vorherbestimmten Lauf.
Haymon-Verlag
ISBN: 3-85218-287-5
Warlamis, Efthymios Makis: „Mein geliebtes Griechenland“
Neuerscheinung im Verlag der Griechenland Zeitung in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Waldviertel Schrems (Österreich).
„Mein geliebtes Griechenland“ stammt aus der Feder des international renommierten Malers, Architekten und Schriftstellers Efthymios Makis Warlamis. In 22 Geschichten gelingt es dem Autor, Griechenland und seine Bewohner literarisch zu porträtieren. Jede Momentaufnahme lässt dem Leser jedoch genug Freiheiten, sich noch sein eigenes Bild „zurechtzurücken“. Denn: „Griechenland ist für jeden Griechen kein Objekt, von dem er sich distanzieren kann.“ Für Warlamis war und ist seine Heimat Griechenland „voller Geheimnisse und Rätsel“. Illustriert ist das Buch mit zahlreichen Farbbildern des Künstlers.
Preis : 19,80 Euro.
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